In bestimmten Fällen müssen Diabetiker nach einem Verkehrsunfall zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung.
Eine Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) ist für Diabetiker verpflichtend, wenn der Unfall nachweislich etwas mit der Erkrankung zu tun hatte.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Diabetiker spritzte sich Insulin, setzte sich anschließend, ohne etwas zu essen, hinters Steuer und verursachte einen Auffahrunfall. Als die Polizei ihn befragte, wirkte er bewusstseinsgetrübt und litt an Unterzuckersymptomen. Ein Gericht verpflichtete ihn daraufhin, sich einer MPU zu unterziehen. Der Fahrer sollte nachweisen, dass er im Straßenverkehr künftig verantwortungsbewusster mit seinem Diabetes umgeht.
Insgesamt kommt es jedoch relativ selten vor, dass jemand wegen Diabetes zur MPU geschickt wird – vor allem, wenn man die große Zahl von Diabetikern berücksichtigt.
Diabetes Ratgeber / Fachliche Beratung: Dr. Peter Strohbeck-Kühner, Fachpsychologe, Rechts- und Verkehrsmedizin, Uniklinikum Heidelberg; 14.10.2010
W&B/Simon Katzer